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Takeshi's Campus!

Seit einem dreiviertel Jahr arbeite ich regelmäßig mit dem Kulturbüro Boskop des akademischen Förderungswerkes der Ruhr-Uni Bochum zusammen. So hatte ich beispielweise im letzten Herbst die künstlerische Leitung für Boskops deutsch-polnisches Improtheater, ein kulturelles Austauschprogramm zwischen der Uni Krakau und der RUB, übernommen. Es war eine tolle Arbeit mit den jungen Menschen aus Polen und Deutschland, und wie schon an anderer Stelle berichtet, findet das Projekt auch dieses Jahr wieder statt. Darüberhinaus haben wir zwei monatliche Veranstaltungen etabliert, welche sich als echte Publikumsmagneten erwiesen haben. Das ist zum einem die PowerPoint-Karaoke, welche im Hardys jeden ersten Donnerstag im Monat stattfindet, und die von mir moderiert wird. Bei dieser speziellen Form der Karaoke, geht es darum, dass sich Freiwillige aus dem Publikum melden und in fünf Minuten eine skurile PowerPoint-Präsentation halten, welche sie vorher noch nie gesehen haben. Ein sehr unterhaltsames Format, sowohl für die Teilnehmer als auch die Zuschauer.

Die zweite Verantsaltung in Kooperation mit Boskop ist die Improsession im Kulturcafé, von der ich schon früher berichtet hatte. Hier bin ich allerdings nicht allein verantwortlich. Da HaiLight als Ensemble Mitveranstalter der Session ist, wechseln Birte, Christian und ich uns in der Moderation ab.

Nachdem ich also nun schon viele Monate erfolgreich für Boskop moderiere und Workshops leite, freue ich mich auch die Moderation für das kommende Groß-Event kurz vor den Semesterferien zu übernehmen: Takeshis Campus!

Am 1. Juli wird die Wiese vor dem Q-West in ein Schlachtfeld der Absurditäten verwandelt! Die Kandidaten sind Teil eines Wettbewerbs, bei dem Geschicklichkeit, Ausdauer, Know-How und Fairness ebenso wichtig sind wie ein gewisser Hang zum Dreckigmachen. Ganz im Stile der legendären japanischen Unterhaltungsshow Takeshis Castle, treten unterschiedliche Teams in absurden wie albernen Wettkämpfen gegeneinander an. Ich finde es großartig, der Zeremonienmeister für diesen großen Kindergeburtstag zu sein und freue mich schon sehr! 

Nachwuchsförderung!

Auch wenn ich letztes Mal an dieser Stelle schrieb, dass es ab diesem Wochenende für die meisten (und damit auch für mich) nur noch um Fußball und die EM gehen würde, so bedeutet das nicht, dass ich nicht auch während der nächsten 4 Wochen über meine (fußballfreie) Arbeit schreiben werde.

Also während gestern Albanien gegen die Schweiz spielte (und dabei eine 0:1 Niederlage erlebte), gab ich einen Improworkshop für die Bochumer Nachwuchsgruppe Improgranti. Wobei der Begriff Nachwuchsgruppe hier nur bedingt zutrifft. Einige der Spieler sind bereits seit acht Jahren mit dabei, während andere gerade mal ein halbes Jahr Impro spielen. Improgranti ist eine offene Gruppe, die immer wieder neue Mitglieder aufnimmt, was explizit auch Anfänger mit einschließt. Ich durfte dabei gestern erleben, wie gut das Miteinander von erfahrenen und unerfahrenen Spielern in dieser Gruppe funktioniert. Inhaltlich ging es bei diesem Workshop darum, wie man Szenen so etabliert, dass die Charaktere und ihre Handlungen authentisch wirken und der Zuschauer interessiert dem Geschehen folgt. Kleiner Hinweis: Man muss nicht versuchen interessant zu sein, um das Interesse des Publikums zu gewinnen.

Die Gruppe an sich kenne ich dabei schon länger, da mein geschätzter Mitspieler von HaiLight, Christian, ein Gründungsmitglied von Improgranti ist. Außerdem durfte ich letztes Jahr für sie den RUB-Cup, also das Triple-Match der Bochumer Uni-Gruppen, moderieren. Ein Foto davon findet ihr weiter unten.

Es war ein sehr produktiver Tag und die sechs Stunden vergingen für mich wie im Flug. Ich hoffe ich konnte den Granti´s einige Dinge mit an die Hand geben, welche ihnen bei der Weiterentwicklung ihres improvisierten Könnens helfen werden. Denn auch wenn das mein Job ist und ich natürlich dafür bezahlt werde, so geht es für mich bei Workshops zum Thema Improtheater auch immer darum etwas zurückzugeben von dem was ich gelernt habe, um damit eine positive Entwicklung bei anderen Spielern anzustoßen. Denn das hat letztlich auch wieder Auswirkungen auf die gesamte deutsche Improszene, welche davon lebt, dass sich Menschen immer wieder neu für diese Form des Theaters begeistern.

Apropos begeistern: Ganz ohne Fußball geht es dann doch nicht ;)

Meine Tipps für den heutigen Spieltag lauten also:

Türkei - Kroatien 1:1

Polen - Nordirland 2:0

Deutschland - Ukraine 3:0

 

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Bergfest!

Vor einem Monat hatte ich ja vom Probenbeginn mit dem Theater WortSinnWeisen berichtet, meiner mittlerweile zehnten Produktion als Regisseur für die Bochumer Theatergruppe. Und wie ich es damals versprochen habe, folgt hier nun ein kurzes Update zum derzeitigen Stand der Inszenierung:

Am vergangenen Mittwoch hatten wir Bergfest! Das heißt die erste Hälfte des Programm steht, alle Texte dieses in sich geschlossenen Blocks sind inszeniert. Texte von Stefan Zweig, Jura Soyfer oder Aischylos die die Themen Flucht und Vertreibung behandeln haben wir auf ihre Aktualität hin abgeklopft und ihre Relevanz für die heutige Zeit, wie ich finde, prägnant in Szene gesetzt. Nun heißt es sich dem zweiten Block zuzuwenden und sich dabei den Fragen und Probleme, welche der erste Teil aufwirft, zu stellen und diese vielleicht sogar, zumindest teilweise, zu beantworten.

Ehrlich gesagt mag ich diesen Zeitpunkt in einer Produktion am liebsten. Man hat bereits eine klare inhaltliche Linie gefunden und die Hälfte des Weges zurückgelegt. Dennoch liegt immer noch genug kreative Arbeit vor einem, mit vielen Weggabelungen und Möglichkeiten. Die Zufriedenheit mit dem Erreichten und die Vorfreude auf das noch zu Gestaltende sind an diesem Punkt die beiden Gefühle, welche ich mir kurz gestatte, wenn ich inne halte und welche mir dann auch wieder neuen Schwung für die restliche Arbeit geben.

So, und wem das jetzt zu schmalzig war, bei dem entschuldige ich mich für diesen kurzen Anflug von Sentimentalität. Die Aufführungen für unsere übrigens noch namenlose Produktion (Steht auch noch auf der To-Do-Liste für die zweite Hälfte!) finden statt am Freitag, den 30.09. und 07.10. im Theater48. Wer Lust hat zu kommen, kann sich die Termine also schonmal eintragen!

Achja, und bevor ich es vergesse: Morgen ist wieder Improsession im Kulturcafé an der RUB. Diesmal um 20 Uhr. Kommt vorbei!

 

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Auf der Zielgeraden

Der Mai neigt sich dem Ende entgegen und in nicht mehr ganz zwei Wochen beginnt schon die Fußball-EM. Doch kurz bevor alle (einschließlich mir ;) ) nur noch über das eine reden können, gibt es noch ein paar kleine feine Ankündigungen zu machen.

Denn auch meine Schulprojekte für den Sozialdienst katholischer Frauen in Essen (kurz SKF) nähern sich ihrem Ende, sprich ihrer Premiere. Seit nunmehr vier Jahren veranstaltet der SKF zum Schuljahresende hin in der Essener Weststadthalle das Goldstücke-Festival, bei dem alle von ihm geförderten theaterpädagogischen Projekte mit Schulkindern ihre Arbeit präsentieren. Dieses Jahr bin ich mit zwei Produktionen vertreten: Am Mittwoch, den 01.06. um 10:00 Uhr führen die Viertklässler der Joachimschule unter der Leitung von Paulo Santos, Thomas Ophelders und meiner Wenigkeit das selbst erarbeitete Stück "Sind wir nicht alle ein bisschen Joachim?" auf. Das wird für mich eine ganz besondere Aufführung, da ich mit den Kindern seit der ersten Klasse gearbeitet habe. Ich habe sie also ihre gesamte Grundschulzeit über begleitet, ihre Entwicklung mit verfolgt und auch einen kleinen Anteil daran gehabt. Natürlich sind sie mir dabei auch ans Herz gewachsen, weshalb ich dem Mittwoch mit durchaus gemischten Gefühlen entgegen gehe.

Am Freitag, den 03.06. ebenfalls um 10:00 Uhr werden die Schüler der Hoppetosse-Klasse der Astrid-Lindgren-Schule unser Tanztheaterstück "Das tanzende Mädchen" zur Aufführung bringen. Das ist meine zweite Produktion mit dieser altersgemischten Gruppe (es handelt sich um einen Klasseverband nach Montessoriprinzip) und ich bin immer wieder positiv überrascht wie gut die Kinder, auch über Altersgrenzen hinweg, zusammenarbeiten können.

Übrigens ist der Eintritt für alle Vorstellungen frei! Wer also spontan Zeit und Lust hat kommt einfach vorbei!

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